Nahrungsergänzungsmittel von A-Z

Zink

Zink ist ein essentieller Mineralstoff, dessen Hauptaufgabe im menschlichen Körper darin besteht, Enzyme zu stabilisieren und zu aktivieren. Dadurch ist es am Transport von Kohlendioxid beteiligt, an der Wundheilung und an der Stabilisierung von Zellmembranen. Darüber hinaus benötigt der Körper Zink, um die Immunabwehr aufrecht zu erhalten und Insulin in der Bauchspeicheldrüse zu speichern.

Vorkommen

In nennenswerten Mengen ist Zink in Getreide, Hülsenfrüchten und zahlreichen tierischen Lebensmitteln enthalten. Gute Zinkquellen sind zum Beispiel:

  • Austern: bis zu 160 Milligramm/100 Gramm
  • Edamer: 11 Milligramm/100 Gramm
  • Kalbsleber: 8,4 Milligramm/100 Gramm
  • Haferflocken: 7,7 Milligramm/100  Gramm
  • Rinderfilet: 5,7 Milligramm/100 Gramm
  • Erdnüsse: 3,4 Milligramm/100 Gramm

Der menschliche Körper kann Zink aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen als Zink aus pflanzlichen.

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Als Zinkquelle kaum zu toppen: Austern. Als "Gourmet-Austern" werden sie in Europa meist roh verzerrt, in Asien hingegen überwiegend warm serviert (Wikipedia).

Bedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt als Richtwert für die tägliche Zink-Zufuhr:

  • Jungen und Männer (10 Jahre und älter): 9-10 Milligramm/Tag
  • Mädchen und Frauen (10 Jahre und älter): 7 Milligramm/Tag
  • Kinder (7-10 Jahre): 7 Milligramm/Tag
  • Kinder (1-7 Jahre): 3-5 Milligramm/Tag
  • Säuglinge (0-12 Monate): 1-2 Milligramm/Tag

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der Zinkbedarf erhöht. Schwangere sollten ab dem 4. Schwangerschaftsmonat 10 Milligramm/Tag zu sich nehmen, Stillende 11 Milligramm/Tag.
Die durchschnittliche Zinkzufuhr in Deutschland ist gut. Sie entspricht etwa den Zufuhrempfehlungen.

Mangelerscheinungen

Ein Zinkmangel äußert sich durch Hautentzündungen, verminderte Wundheilung, Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit und einer gestörten Glukosetoleranz. Bei Kindern drohen Wachstumsstörungen.

  • Bei Gesunden kommt ein Zinkmangel allenfalls durch eine unausgewogene Ernährung vor.
  • Ein chronischer Zinkmangel droht bei Nierenfunktionsstörungen oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei denen die Aufnahmefähigkeit von Nährstoffen vermindert ist.
  • Weiter wurden unter Dialyse-Patienten Fälle von Zinkmangel beobachtet.
  • Selten ist eine angeborene Störung des Transportsystems für Zink als Ursache für Zinkmangel zu beobachten. Diese als Acrodermatitis enteropathica bezeichnete Erkrankung führt zu schweren Hautentzündungen sowie Durchfall und Übelkeit.

Zink als Nahrungsergänzungsmittel

Zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für alle Menschen, die Anzeichen eines Zinkmangels aufweisen. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Überversorgung

Starke Überdosierungen von Zink-Präparaten verursachen Vergiftungserscheinungen mit Verdauungsstörungen, Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen.


Autor: Sandra Göbel